Wer bin ich – ohne meinen Beruf?

In den nächsten Jahren werden Führungskräfte sowie selbstständige Unternehmer der Babyboomer Jahrgänge (1955 bis 1969) in den Ruhestand gehen. Die Herausforderung dabei liegt für Unternehmen und Krankenkassen vor allem darin, erhöhte Fehlzeiten und Krankheitskosten zu bewältigen. Hingegen besteht für die aussteigende Führungskraft die Aufgabe, sich auf ihr nachberufliches Leben konkret vorzubereiten, um diesem einen Sinn und Inhalt geben zu können.

Entscheidungsprozessen sowie der Reduktion auf das Wesentliche in Führungsfragen und in der Teambildung. Dr. Ekkehart Franz hat sein Unternehmen erfolgreich an seine Nachfolger übergeben. Er ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern am Chiemsee.

Dr. Ekkehart Franz war 30 Jahre lang Inhaber und Leiter einer Zahnklinik. Er ist zudem Heilpraktiker und Fasten-Arzt (Bildquelle: zeitenwende-consulting.de).

Dem demografischen Wandel zufolge geht in den nächsten 5-15 Jahren eine sehr große Zahl von Führungskräften, die der Baby-Boomer-Generation angehören, in den Ruhestand. Die Mehrheit von ihnen verdrängt den Gedanken daran bis zum letzten Arbeitstag. Damit sind die Betroffenen in ihrer neuen Situation auf sich allein gestellt. Auf das Arbeitsleben werden wir jahrelang vorbereitet, für die Zeit danach liegt kein Konzept vor. Es gibt kein verordnetes, kein organisiertes Pflichtprogramm zur Vorbereitung auf die nachberufliche Lebensphase. Während Führungskräfte noch vor etwa 70 Jahren einen Ruhestand von nur etwa 2-5 Jahren Dauer erwarten konnten, beträgt heutzutage die nachberufliche Lebensphase 25 und mehr Jahre! Sie wurde damit innerhalb dieser historisch sehr kurzen Zeitspanne zum längsten Abschnitt unseres gelebten Lebens.

Eine gute Vorbereitung auf diesen möglicherweise sehr langen Lebensabschnitt ist von großer Bedeutung. Warum? Von heute auf morgen werden Lob, öffentliche Anerkennung und Status fehlen. Der Bedeutungsverlust ist vorprogrammiert und der Alltag wird keine Struktur mehr haben. Etwa nach einem halben Jahr überkommt die Betroffenen ein Gefühl des Nicht-Mehr-Gebraucht-Werdens. Verschärft wird das Ganze möglicherweise noch durch die Erkenntnis, dass man sich mit dem Partner vielleicht in den letzten Jahren etwas auseinandergelebt hat. Die Folge? – Tiefe, kaum zu bewältigende Sinnkrisen sowie erhöhte Krankheitskosten auf Grund von Depressionen, Alkoholismus, Herz-Kreislauf-Problemen und vielem mehr. Um solch einen ‚Absturz‘ angesichts der heutzutage zu erwartenden langen nachberuflichen Lebensphase zu vermeiden, benötigt es eine präzise Vorbereitung. Ziel soll dabei sein, das nachberufliche Leben ganz individuell mit Sinn und Inhalt zu füllen. Dafür ist es unverzichtbar die eigenen (Teil-)Ziele für den Ruhestand zu erkennen, reflektieren und zu bewerten sowie daraus resultierend präzise und individuelle Handlungsstränge zu entwickeln.

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